This is how I work

Dieser Blogpost zu Isabellas Projekt erscheint erst jetzt, weil ich sicher gehen wollte, dass ich wirklich die allerallerletzte bin die dazu bloggt.  Weiterlesen

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Eulenpost

Als ich eben am Briefkasten war, musste ich extrem lange nachdenken. Diese Postkarte, die da im Briefkasten lag, war von einer Anne unterschrieben. Mhm, Anne, ratterte es da durch meinen Kopf, bis dann auch mal bei mir die Synapsen zündeten. Das Internet im Briefkasten – passiert mir nicht so oft (und liegt vielleicht auch an meinem ausdrücklichen Wunsch, keine kaputten Kugelschreibersammlungen zu erhalten). Aber dann war klar, dass mir Anne Schüßler ihre vierte Lyrikpostkarte hatte zukommen lassen.

Und da ich, wie man zumindest auf instagram gelegentlich mitbekommen kann, ein Riesen-Eulen-Fan bin, zieren meine Postkarten direkt zwei Eulen, die sich hier auch direkt mal mit der größten Eule angefreundet haben.

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Auf der Rückseite lässt sich eines von Annes lyrischen Meisterwerken finden, das ich hier zitieren möchte:

Lyrikpostkarte IV

Die eine Eule sagt “Schuhu”,
die andere nickt nur stumm dazu.

Nicht etwa, weil sie müde wär,
ihr Schweigen rührt woanders her.

Nein, weil sie den ganzen Abend lang
inbrünstig Karaoke sang.

Von Coldplay bis zu Britney Spears,
The Cure, die Stones und Tears for Fears.

Sie sang sich in der Cocktailbar
quer durchs gesamte Repertoire.

Und so verließ um acht vor vier
die Stimme unser Eulentier.

Nun sitzt sie da und sagt nichts mehr,
denkt nur: “Gelohnt hat es sich sehr.”

Und so sieht das Ganze in Annes wirklich sehr schöner Schrift aus (ich bin vor allem sehr, sehr neidisch auf deine Druckbuchstaben!):

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Liebe Anne, vielen, vielen Dank für die tolle Postkarte und das Gedicht und die  - trotzdem sie ja dann irgendwie doch angekündigt war – tierisch großartige Überraschung!

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La semaine 19 en 2013 #rp13-Edition //Tag 1

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Ich war bei der Republica und weil jetzt wirklich alle Rückblicke im Netz stehen, hier dann auch mal meiner. Erscheint tageweise. Weiterlesen

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Twitterlove 04/13

<3, <3, <3, Sie wissen, wie es weitergeht… Weiterlesen

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Mit der Bitte um kurze Aufmerksamkeit

Als 2009 das Kölner Stadtarchiv einstürzte, war ich gerade aus dem ersten Semester meines Geschichtsstudiums raus und leicht unmotiviert, weil die erste Klausur für die es eine Note gab, nicht so richtig gut geklappt hatte. In zwei Proseminaren hatte ich aber von einem Neuzeitler und einem Alte Geschichtler genug gelernt, um zu wissen, was der Einsturz des Stadtarchivs für Folgen haben musste.

Wikipedia sagt, dass 90 Prozent des Archivgutes 2009 verschüttet waren. Mittlerweile lagert alles, was gerettet werden konnte, in Asylarchiven. Da kann und soll es aber nicht ewig liegen bleiben – vor allem, weil viele Archivalien erst in ihr Heimatarchiv zurückkehren müssen, bevor sie restauriert werden können.

Was bedeutet das jetzt für uns? Angenommen, wir (denn jeder, der will kann ein Archiv benutzen) hätten Lust darauf, das Kölner Stadtarchiv zu benutzen (um alte Akten zu lesen oder die Familiengeschichte vlt. näher kennenzulernen), geht das momentan kaum bis gar nicht. Es gibt das Digitale Archiv der Stadt Köln – das eine sehr tolle Einrichtung ist, aber und jetzt kommt das Aber: Historiker stehen auf gedruckte Bücher und andere Überreste der Vergangenheit. Urkunden im Original zu lesen oder Akten, die durch mehrere Hände gegangen sind, machen wir nicht nur, um uns elitär zu fühlen (hust), sondern auch, weil uns das Stück Papier ein wenig mehr erzählen kann als sein Digitalisat.  Und auf Echtheit prüfen (in Punkto Siegel etc. pp.) geht vor Ort natürlich viel besser – das dürften auch die zur Zeit wieder etwas in den Fokus gerückten Hitler-Tagebücher bewiesen haben.

Man könnte jetzt meinen, es wäre der Stadt Köln ein Anliegen, ihr Archiv möglichst schnell wieder aufzubauen. Es sieht momentan nicht danach aus. Weil die Zukunft des Stadtarchivs derzeit sehr wacklig ist, nutze ich diesen Blogpost dazu, höflich um die Unterzeichnung dieser Petition zu bitten.

Wenn Sie sich tiefer ins Thema eingraben möchten, empfehle ich Ihnen Herrn Schmalenstroer und Herrn Graf.

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Kontrafaktische Geschichte

Meine letzte Hausarbeit schrieb ich über die Entwicklung der Biographie eines Mannes, der seit über 200 Jahren tot ist. Im 19. Jahrhundert war er so etwas wie ein britischer Nationalheld – was heißt so was wie, gerade im 19. Jahrhundert gab’s ja eigentlich nur Nationalhelden. Das führt dann soweit, dass Menschen, die sich in ihren einleitenden Sätzen zu seiner Biographie noch der absoluten Wahrheit verpflichtet hatten

It has been my object, in the following pages, to treat the individual of whom I write as a strictly historical character.

in der Bewertung der Person zu folgendem Schluss kamen:

I cannot tell what truth there may be in the story ; but of this I have little doubt, that, had the state of his health and the temper of his mind permitted him to embark upon the enterprise, the dependence of the United States on the mother-country would have been continued for at least another half-century.

Robert First Lord Clive gilt einigen übrigens bis heute als Begründer der britischen Macht in Indien und beging – wohl unter Einfluss von Opium – im Alter von 49 Jahren Selbstmord.

Online gelesen werden kann die überaus amüsante Biographie aus der ich zitierte in ihrer vollen Länge hier: http://archive.org/details/liferobertfirst00unkngoog. Mich erfreut es ja sehr, dass man so viel einfacher mit englischsprachigen Quellen arbeiten kann.

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Aber hier leben? Nein, danke.

Billig wohnen in einer Studentenstadt geht irgendwie. Die Frage ist nur, wie viel Zeit man dafür in Anspruch nehmen möchte dieses Ziel zu erreichen. Auf die Schnelle findet man meist erst mal nichts, vor allem nicht zu Semesterbeginn, wenn etwa 3000 Leute in Bonn ihr Studium beginnen.  Weiterlesen

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